Die wichtigsten Bestandteile beim Billard sind die Billard Tische. Die Billard Tische sind immer doppelt so lang wie breit und haben sechs Löcher, auch Taschen genannt. Der anerkannte Spieltisch hat eine Spielfläche von 234 x 117 cm (8-Fuß-Tisch) oder 254 x 127 cm (9 Fuß-Tisch).
In Europa ist der sogenannte 8 Fuß-Tisch bei Turnieren für Damen und Junioren anerkannt. Da es sich beim Pool-Billard um ein Spiel amerikanischer Herkunft handelt, sind natürlich auch die Dimensionen in ganzen Fußmaßen definiert. Heute gibt es eine große Anzahl europäischer Hersteller, die sich jedoch alle an die amerikanischen Maße halten. Der Billardtisch, d. h. Spielfläche und Banden, ist normalerweise mit dem traditionellen grünen Tuch bespannt. Dieses Tuch ist aus einem speziellen, für Billard geeigneten Gewebe gefertigt, um Effet- und Schraubstöße zu erleichtern. So ein Spieltuch ist besonders strapazfähig und hat auch unter recht extremen Bedingungen eine lange Lebensdauer. In Billardhallen pflegt man das Tuch der Billard Tische vor jeder neuen Saison zu ersetzen, während dies bei einem privaten Billard Tisch zu Hause vielleicht nur jedes dritte oder vierte Jahr notwendig ist. Das Tuch ist nicht billig, daher sollte man beim Spielen sorgsam damit umgehen und den Tisch nicht zweckentfremden. Der Unterbau besteht aus Holz, das Spielfeld aus einer geschliffenen Schieferplatte, die - je nach Modell - aus zwei bis drei einzelnen Teilen bestehen kann.
Abbildung 1:

Gerade diese Platte ist es, die einen großen Teil des Gewichtes und der Kosten der Billard Tische ausmacht. Aus diesem Grund begnügt man sich für den Hausgebrauch oft mit einem Billard Tisch, der mit einer gewalzten Holzplatte ausgestattet ist; das senkt natürlich den Preis und erleichtert ein eventuelles Verschieben des Tisches. Für Turniere ist eine solche Holzplatte allerdings unzureichend, da Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede ein Verziehen der Platte verursachen können.
Früher fertigte man die Steinplatte aus Marmor, was zur Folge hatte, daß die Billard Tische außerordentlich schwer waren, nämlich 1.200 bis 1.300 kg. Inzwischen ist man dazu übergegangen, Schiefer zu verwenden. Werden Turniere ausgetragen, so muß diese Platte mindestens 25 mm dick sein. Damit bekommt der moderne Turniertisch ein Gesamtgewicht von etwa 300 kg oder mehr. Die Platte ist plangeschliffen, um zu gewährleisten, daß der Lauf der Bälle von nichts anderem beeinflußt wird als vom Stoß. Sie darf keine Unebenheiten aufweisen. Es ist darauf zu achten, daß der Tisch vollkommen waagrecht ausgerichtet ist. Dies erreicht man bei den meisten Modellen dadurch, daß man an den Schraubfüßen dreht, mit denen die Tischbeine versehen sind. In bestimmten Fällen kann es sich auch um Stellschrauben handeln, mit deren Hilfe man die Platte heben oder senken kann. Das Gewicht des Tisches macht ihn stabil und gewährleistet, daß die Nivellierung lange anhält. Normalerweise ist eine neue Nivellierung, d. h. ein sogenanntes Richten des Tisches, alle vier bis fünf Monate fällig. Man sollte sich deshalb auch nicht unnötigerweise auf den Tischrand setzen, sondern nur in den Situationen, wo dies das Spiel unbedingt erfordert. Auch schreiben die Regeln vor, daß der Spieler stets mit einem Fuß mit dem Boden in Berührung sein muß; es ist also unzulässig, sich flach auf den Tisch zu legen, um einen Stoß auszuführen. Ein Pool-Tisch hat sechs Löcher (Taschen), und zwar je eines in den vier Ecken und je eines in der Mitte der Längsseite. Dadurch werden die Banden (Umrandungen) in sechs gleich große Abschnitte unterteilt. Der Tisch kann außerdem auf der Bandenoberfläche mit Markierungen, sogenannten "Diamanten", versehen sein, die als Visierpunkte bei Bandenstößen dienen. Es gibt achtzehn solche Diamanten, d. h. in jedem Bandenabschnitt deren drei.
Abbildung 2:
