Poolbillard
Poolbillard wird wettkampfmäßig auf einem 9-Fuß-Tisch gespielt, also einem Tisch, der neun Fuß lang und 4,5 Fuß breit ist. Der Tisch ist mit sechs so genannten Taschen versehen. Dabei muss der weiße Spielball mit dem Queue jeweils so gestoßen werden, dass eine der farbigen Objektkugeln entsprechend der Regeln in eine der Taschen gespielt werden – das nennt man Lochen.
14-1 endlos
14-1 endlos ist die Seriendisziplin beim Poolbillard. Die Farben und Zahlen der Objektbälle haben hierbei keine Bedeutung. Es geht einfach darum, möglichst viele Kugeln hintereinander zu versenken. Solange ein Spieler keinen Fehler macht bleibt er also endlos am Tisch. Jeder korrekt gelochte Ball bringt einen Punkt.
8-Ball
8-Ball ist die wohl bekannteste Disziplin des Poolbillards. Die sportliche Wettkampf-Variante unterscheidet sich aber in einigen Belangen von dem, was meist in der Freizeit gespielt wird. Beim 8-Ball sind die Objektkugeln in zwei Gruppen aufgeteilt: die Vollen (1 – 7) und die Halben (9 – 15); die schwarze Acht spielt eine Sonderrolle.
9-Ball
9-Ball ist die jüngste, schnellste und wohl spektakulärste Disziplin beim Poolbillard. Gespielt wird 9-Ball mit den Bällen mit den Nummern eins bis neun, die zu Spielbeginn in Form einer Raute mit der Neun in der Mitte auf dem Tisch aufgebaut werden. Ziel ist es, die Neun korrekt zu lochen.
Ansage
Die Verpflichtung, den Ball und die Tasche zu bezeichen, wo man versenken will.
Aufnahme
Spielübernahme durch den gegnerischen Spieler.
Auszeit; auch Time-out
Pause, welche jedem Spieler bei längeren Matches zusteht.
Ball
Stoß- oder Spielball; hergestellt aus Phenolharz (verschiedenfarbig). Werden beim Poolbillard zwischen Vollen und Halben unterschieden.
Ball in Hand
Stoßkugel darf überall im Kopffeld (14/1) sowie auf dem ganzen Tisch (9-Ball) aufgelegt werden.
Bande
Spielfeldbegrenzung; durch die Elastizität sorgt die Bande für den Rückstoßeffekt des auftreffenden Balles.
Begegnung
Aufeinandertreffen der Ziel- mit der Stoßkugel.
Billiard
En
Bock
Mit der Hand gebildete Auflage und Führungshilfe für das Queue.
Brücke
Handstellung bei press oder naheliegenden Bällen.
Diamant
Zierpunkte der Holzumrandung eines Tisches; wird auch oft als Visierpunkt für Stöße verwendet.
Direkte Karambolage
Stoß- und Zielkugel treffen, ohne vorher die Bande zu berühren, aufeinander.
Disqualifikation
Schwerste Strafe bei einem Turnier. Wird z.B. bei grobem unsportlichem Verhalten ausgesprochen.
Double
Zweibander; Stoß- oder Zielball berühren vor Abschluß des Stoßes zwei Banden.
Drall
Rotation der Kugel um eine oder mehrere ihrer Achsen.
Dreieck
Hilfsgerät zum Aufstellen der Bälle bzw. Markierung am Tisch.
Effet
Rotation des Balles; er rollt nach der Karambolage oder der Bandenberührung in die gewünschte Richtung seitlich, schräg oder nach hinten weg.
Einbander
Stoß mit einer Bandenberührung des Spiel- oder Zielballes.
Erinnerungsstoß
wird so ausgeführt, daß nach der Karambolage die Bälle in die gewünschte Zone zurückrollen.
Fälschung
siehe Effet. In der Fachsprache verpönnt und nicht zu empfehlen.
Fehler
Verstoß gegen die Spielregel, führt zum Wechsel der Aufnahme.
Ferrule
Hülse an der Queuespitze (meist aus Kunststoff - seltener aus Elfenbein). Dient als elastisches Bindeglied zwischen Queueschaft und Queueleder.
Fetten
Das Einkreiden der Queuespitze.
Foul
Regelverstoß, hat außer Aufnahmenübergabe noch Punkt- oder Spielverlust zur Folge.
Fußlinie; auch Zurücksetzungslinie
Linie zwischen Fußpunkt und Fußbande (dient als Zurücksetzungslinie für falsch versenkte Bälle).
Fußpunkt
Mittelpunkt des Spielfelddrittels, in dem das Dreieck aufgebaut wird.
Hilfsqueue
wird bei Distanzstößen als Queueauflage verwendet. Genannt auch Queuebrücke.
Hochstoß
si
Indirekte Karambolage
Stoßball trifft über den Umweg einer Bandenberührung mit dem Zielball zusammen.
Karambolage
Zusammenstoßen von Spiel- und Zielball. Klecksen: Queuespitze gleitet unbeabsichtigt vom Ball während des Stoßes ab.
Kleben
Siehe press.
Kopffeld
Von der Kopflinie begrenztes Anspielfeld.
Kopflinie
Begrenzungslinie des Kopffeldes.
Kopfpunkt
Mittelpunkt der Kopflinie.
Kopfstoß
Ein von oben geführter Stoß, der mittels Effet eine kurvenförmige Laufbahn des Balles zur Folge hat. Wird angewendet, wenn der Zielball durch einen anderen Ball verdeckt ist.
Kreide
Spezialkreide, die dazu dient, die Griffigkeit des Queueleders zu erhöhen und dadurch Kickser zu verhindern.
Kugel
si
Loch
Öffnung am Pooltisch, in welche die Bälle zu versenken sind.
Masse
Französischer Ausdruck für massiert, geballt; Nachläufer, der als Kopfstoß ausgeführt wird.
Mittelstoß
Normaler Stoß gegen die Ballmitte.
Nachläufer
Stoß, bei dem der Spielball dem Zielball nach der Karambolage noch eine gewisse Distanz folgt.
Passage
Spielball rollt zwischen zwei Zielbällen hindurch.
Pique
Französisch Ausdruck für gestochen; Rückläufer als Kopfstoß ausgeführt. Wird bei enger Ballstellung angewendet, wenn kein Tiefstoß möglich ist.
Pomeranze
Le
Press
Ball liegt direkt an der Bande oder an einem anderen Ball an.
Pulk
Mehrere Bälle auf einem "Haufen".
Quart
Vierbander. Spiel- oder Zielball berühren vor Abschluß des Stoßes vier Banden.
Queue
Stock zum Billardspielen.
Quint
Fü
Rhombus
Aufstellhilfe beim 9-Ball.
Rückbande
Spielball trifft nach der Karambolage auf die Bande.
Rückläufer
Stoß mit der Absicht, nach dem Zusammenprall mit dem Zielball den Spielball wieder zurückrollen zu lassen.
Schnittstoß
Dabei wird der Zielball vom Spielball nur ganz leicht berührt.
Schwimmen
Unsichere Führung des Queues beim Stoßen.
Seitenstoß
Auch Effetstoß; Spielball wird dabei in eine zusätzliche Rotation versetzt.
Serie
Mehrere nacheinander erfolgreich durchgeführte Stöße.
Spielball
Der mit dem Queue gestoßene Ball.
Stopstoß
Kurzer Stoß, bei dem der Spielball nicht rollt sondern rutscht und dabei nach dem Zusammenprall mit dem Zielball stehenbleibt.
Tasche
Auffangvorrichtung für die Bälle; liegt unterhalb der Löcher eines Pool- oder Snookertisches.
Tiefstoß
Siehe Rückläufer.
Tot sein
We
Triple
Dreibänder. Spielball oder Zielball berühren vor Abschluß des Stoßes drei Banden.
Tuch
Bespannstoff für Billardtische.
Voll nehmen
Aufprall des Stoßballes auf die Mitte des Zielballes.
Vorbandenstoß
auch Vorbänder; Stoßball trifft vor dem Zusammenprall mit dem Zielball zuerst auf die Bande.
Zieher
Siehe Rückläufer.
Zielball
Einer oder mehrere Bälle, die vom Stoßball angespielt bzw. getroffen werden.
Zurücksetzungslinie
Si