Als Anfänger machen Billardspieler oft den Fehler, viel zu stark zu spielen. Man könnte glauben, ein solcher Spieler sei der Auffassung, wenn er nur kräftig genug zustoße, müsse der Ball ins Loch fallen.
Dies ist aber eher die Ursache für die meisten Fehlstöße. Es spielt überhaupt keine Rolle, wie gut man seinen Stoß vorbereitet hat, wenn man dann ganz plötzlich das hintere Queueende packt und den Spielball wie eine Kanonenkugel losstößt. Man muß versuchen, so locker zu spielen, wie es die Lage nur zuläßt. Nach und nach kommen auch noch andere Techniken hinzu, wie zum Beispiel das Positionsspiel, welches zeigt, wie mit dem Tempo umzugehen ist.
Die erste Übung ist ganz einfach: - Stoßen Sie den Spielball von einer kurzen Bande des Tisches zur anderen und versuchen Sie, ihn so nah bei der Bande wie möglich zum Stehen zu bringen (siehe Abbildung 26).
Abbildung 26:

Die meisten Spieler merken schon bei dieser Übung, daß sie die Geschwindigkeit ganz falsch eingeschätzt haben. Wiederholen Sie diese Übung ein paarmal, bis Sie das Gefühl dafür bekommen haben, wieviel Kraft benötigt wird.
Die zweite Übung besteht darin, den Ball von der einen kurzen Bande zur anderen und wieder zurück zu spielen, sodaß er so nahe als möglich zur Ausgangsbande zurückrollt (siehe Abbildung 27). Diese Übung ist sehr wichtig, denn sie ist gleichzeitig auch das Anspiel, mit dem bei den meisten Disziplinen bestimmt wird, wer das Spiel beginnt. Beim Anspiel bestimmt derjenige Spieler, dessen Ball am nächsten bei der Bande zu liegen kommt, wer anfangen soll. Bei gewissen Spielarten ist es ein Vorteil, als Erster zu spielen, bei anderen ein Nachteil. Gewöhnen Sie sich also daran, diesen Stoß immer wieder zu üben und bedenken Sie auch, daß jeder Tisch seine besondere Geschwindigkeit erfordert.
Abbildung 27:

Bei der Wahl der Geschwindigkeit sollten Sie sich schon vor dem Stoß darüber im klaren sein, was Sie erreichen wollen. Wenn die gegebene Position und die gewünschte Lage danach nicht mehr als einen verhältnismäßig sanften Stoß erfordern, sollten Sie Ihren Arm auch entsprechend ruhig schwingen. Achten Sie aber darauf, daß Sie auf dem ganzen Weg zwischen der Hand und dem Spielball schwingen, auch wenn dies bei geringer Geschwindigkeit schwierig sein kann. Umgekehrt müssen Sie natürlich bei einem Stoß, der eine größere Geschwindigkeit erfordert, auch schneller schwingen. Ein anderer sehr wichtiger Faktor, der für die anzuwendende Geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung ist, ergibt sich beim Spiel über die Bande. Je kräftiger Sie einen Ball gegen die Bande spielen, umso gerader und schneller kommt er von der Bande zurück. Das sollten Sie sich gut einprägen, denn es erhöht die Flexibilität des Spiels über die Bande, da der direkte Weg zum Objektball durch andere Bälle blockiert sein kann.
Abbildung 28:

Ein harter Stoß verleiht dem Spielball häufig ein unfreiwilliges Effet. Diese Tatsache bekräftigt auch, daß man nicht härter als unbedingt notwendig spielen soll. Das können Sie dadurch überprüfen, daß Sie die folgende Übung (Abbildung 28) mehrmals durchführen:
- Beginnen Sie damit, so sanft wie möglich nach einem Ball zu stoßen und dann die Geschwindigkeit nach und nach zu erhöhen. Für Anfänger ist diese Übung schon recht schwierig, aber das Ergebnis wird durch die Wahl eines langsamen Tempos eindeutig besser. Dies hängt damit zusammen, daß man den Ball in der Mitte treffen muß, und das wird umso schwieriger, je mehr man die Geschwindigkeit steigert. Spielt man nämlich mit hoher Geschwindigkeit, so umfaßt man das hintere Ende des Queues unfreiwillig fester, was zur Folge hat, daß die Stoßrichtung nicht mehr so präzise ist wie vorher. Diese Übung sollten Sie aber mit jeder Geschwindigkeit durchführen können, denn sie ist eine Garantie dafür, daß Sie wirklich richtig treffen können, auch wenn Sie kräftig stoßen.
Es gibt auch Situationen, in denen es sich empfiehlt, mehr Kraft als gewöhnlich einzusetzen, beispielsweise bei Breakstößen, d. h. Stößen zu Spielbeginn, wo alle Objektbälle noch beisammen sind. Beim Positionsspiel ist es wichtig, eine Geschwindigkeit zu wählen, die vermeidet, daß ein Ball von der Bande "wegstirbt". Stattdessen sollten Sie immer so spielen, daß der Ball zuerst die Bande trifft und erst dann stoppt. Dies sollten Sie als Grundregel beherzigen, denn es ist viel schwieriger, aus Situationen heraus zu spielen, in denen der Spielball sozusagen press oder sehr nahe an der Bande liegt.
Abbildung 29:
Die Geschwindigkeit
Als Anfänger machen Billardspieler oft den Fehler, viel zu stark zu spielen. Man könnte glauben, ein solcher Spieler sei der Auffassung, wenn er nur kräftig genug zustoße, müsse der Ball ins Loch fallen.
Dies ist aber eher die Ursache für die meisten Fehlstöße. Es spielt überhaupt keine Rolle, wie gut man seinen Stoß vorbereitet hat, wenn man dann ganz plötzlich das hintere Queueende packt und den Spielball wie eine Kanonenkugel losstößt. Man muß versuchen, so locker zu spielen, wie es die Lage nur zuläßt. Nach und nach kommen auch noch andere Techniken hinzu, wie zum Beispiel das Positionsspiel, welches zeigt, wie mit dem Tempo umzugehen ist.
Die erste Übung ist ganz einfach: - Stoßen Sie den Spielball von einer kurzen Bande des Tisches zur anderen und versuchen Sie, ihn so nah bei der Bande wie möglich zum Stehen zu bringen (siehe Abbildung 26).
Abbildung 26:

Die meisten Spieler merken schon bei dieser Übung, daß sie die Geschwindigkeit ganz falsch eingeschätzt haben. Wiederholen Sie diese Übung ein paarmal, bis Sie das Gefühl dafür bekommen haben, wieviel Kraft benötigt wird.
Die zweite Übung besteht darin, den Ball von der einen kurzen Bande zur anderen und wieder zurück zu spielen, sodaß er so nahe als möglich zur Ausgangsbande zurückrollt (siehe Abbildung 27). Diese Übung ist sehr wichtig, denn sie ist gleichzeitig auch das Anspiel, mit dem bei den meisten Disziplinen bestimmt wird, wer das Spiel beginnt. Beim Anspiel bestimmt derjenige Spieler, dessen Ball am nächsten bei der Bande zu liegen kommt, wer anfangen soll. Bei gewissen Spielarten ist es ein Vorteil, als Erster zu spielen, bei anderen ein Nachteil. Gewöhnen Sie sich also daran, diesen Stoß immer wieder zu üben und bedenken Sie auch, daß jeder Tisch seine besondere Geschwindigkeit erfordert.
Abbildung 27:

Bei der Wahl der Geschwindigkeit sollten Sie sich schon vor dem Stoß darüber im klaren sein, was Sie erreichen wollen. Wenn die gegebene Position und die gewünschte Lage danach nicht mehr als einen verhältnismäßig sanften Stoß erfordern, sollten Sie Ihren Arm auch entsprechend ruhig schwingen. Achten Sie aber darauf, daß Sie auf dem ganzen Weg zwischen der Hand und dem Spielball schwingen, auch wenn dies bei geringer Geschwindigkeit schwierig sein kann. Umgekehrt müssen Sie natürlich bei einem Stoß, der eine größere Geschwindigkeit erfordert, auch schneller schwingen. Ein anderer sehr wichtiger Faktor, der für die anzuwendende Geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung ist, ergibt sich beim Spiel über die Bande. Je kräftiger Sie einen Ball gegen die Bande spielen, umso gerader und schneller kommt er von der Bande zurück. Das sollten Sie sich gut einprägen, denn es erhöht die Flexibilität des Spiels über die Bande, da der direkte Weg zum Objektball durch andere Bälle blockiert sein kann.
Abbildung 28:

Ein harter Stoß verleiht dem Spielball häufig ein unfreiwilliges Effet. Diese Tatsache bekräftigt auch, daß man nicht härter als unbedingt notwendig spielen soll. Das können Sie dadurch überprüfen, daß Sie die folgende Übung (Abbildung 28) mehrmals durchführen:
- Beginnen Sie damit, so sanft wie möglich nach einem Ball zu stoßen und dann die Geschwindigkeit nach und nach zu erhöhen. Für Anfänger ist diese Übung schon recht schwierig, aber das Ergebnis wird durch die Wahl eines langsamen Tempos eindeutig besser. Dies hängt damit zusammen, daß man den Ball in der Mitte treffen muß, und das wird umso schwieriger, je mehr man die Geschwindigkeit steigert. Spielt man nämlich mit hoher Geschwindigkeit, so umfaßt man das hintere Ende des Queues unfreiwillig fester, was zur Folge hat, daß die Stoßrichtung nicht mehr so präzise ist wie vorher. Diese Übung sollten Sie aber mit jeder Geschwindigkeit durchführen können, denn sie ist eine Garantie dafür, daß Sie wirklich richtig treffen können, auch wenn Sie kräftig stoßen.
Es gibt auch Situationen, in denen es sich empfiehlt, mehr Kraft als gewöhnlich einzusetzen, beispielsweise bei Breakstößen, d. h. Stößen zu Spielbeginn, wo alle Objektbälle noch beisammen sind. Beim Positionsspiel ist es wichtig, eine Geschwindigkeit zu wählen, die vermeidet, daß ein Ball von der Bande "wegstirbt". Stattdessen sollten Sie immer so spielen, daß der Ball zuerst die Bande trifft und erst dann stoppt. Dies sollten Sie als Grundregel beherzigen, denn es ist viel schwieriger, aus Situationen heraus zu spielen, in denen der Spielball sozusagen press oder sehr nahe an der Bande liegt.
Abbildung 29:

Je dicker der Treffer, desto mehr Kraft geht verloren.
Abbildung 30:

Je dünner der Treffer, desot weniger Kraft geht verloren.
